Aktuelles

Kinaesthetics als nachhaltiges Lernangebot

Erfolgreiche Teilnahme des gesamten Stationsteams Onkologie/Palliativ am Lehrgang "Kinaesthetics"

A. Ender (links) überreicht allen Mitarbeitern der Station E2 die Zertifikate über die erfolgreiche Teilnahme am Kurs "Kinaestetics"

Der Begriff Kinaesthetics kann mit Kunst / Wissenschaft der Bewegungswahrnehmung übersetzt werden. Das zentrale Thema von Kinaesthetics ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung bei alltäglichen Aktivitäten, die wir in individuellen, erlernten und meist unbewussten Bewegungsmustern durchführen.

Eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde und selbständige Lebensgestaltung ist die Fähigkeit, die eigene Bewegung an veränderte Bedingungen anpassen zu können. Kinaesthetics geht davon aus, dass die Unterstützung eines pflegebedürftigen Menschen dann gesundheits- und entwicklungsfördernd ist, wenn sie ihn in seinen eigenen Bewegungsmöglichkeiten, in seiner Eigenaktivität und Selbstwirksamkeit unterstützt. Eine Voraussetzung dafür ist die Bewegungskompetenz der pflegenden Person.
Dies hat man im Krankenhaus St. Marienwörth längst erkannt und allen Mitarbeitern, die Patienten regelmäßig bewegen, die Möglichkeit eröffnet, sich von einer Spezialistin, Frau Antoinette Ender, Kinaestheticstrainerin „Stufe 2" und Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivpflege, schulen zu lassen.

Dieses Fortbildungsangebot nahmen auch alle Mitarbeiter der Station E2 (Onkologie/Palliativstation) gerne an und ab Oktober 2011 begann das Projekt „Einführung von Kinaesthetics in der Pflege".
Alle 17 Mitarbeiter wurden nacheinander bis heute in insgesamt 35 Lerneinheiten geschult und erhielten nun das Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme. Frau Ender erläutert die Kursinhalte: „In der Hauptsache ging es darum, „achtsame Interaktionen" in der Pflege gestalten zu können. Im Focus der Schulungen stand die Verbesserung der eigenen Bewegungswahrnehmung. Durch diese differenzierte und bewusste Wahrnehmung auf ihre eigene Bewegung gelingt es den Kollegen nun zunehmend, ihr pflegerisches Angebot individuell anzupassen. Effektiver die einzelnen Bewegungsabläufe zu gestalten, die Reaktionen des Patienten abzuwarten und mit ihm so zu arbeiten, dass dieser seine eigene Bewegungskompetenz entwickelt. Dies führt zu einem nachhaltigen Beitrag zur Gesundheits-, Entwicklungs- - und Lernförderung. Kursinhalte waren u. a. Wege zu suchen, um Körperspannungen, Angst und Schmerzen beim Patienten zu senken, aber auch seine Selbstwirksamkeit gezielt zu unterstützen, also „Gesundheitsentwicklung" für die uns anvertrauten Patienten und für unsere Kollegen! Denn diese haben nicht nur gelernt, den Patienten kompetenter zu unterstützen und so zum Mittun zu motivieren, die Pflegekräfte erfahren darüber hinaus durch den achtsamen Umgang mit sich selbst eine Entlastung in der Fortbewegung der ihnen anvertrauten Menschen."
Um die Pflegenden in ihrem Lernprozess weiterhin zu unterstützen, steht Frau Ender den Mitarbeitern der Station E2 zur individuellen Fallbesprechung und Praxisbegleitung zur Verfügung.

Darüber hinaus bietet sie einen Kurs für alle Interessierte ab April an:

Kinaestheticskurs für pflegende Angehörige

am 12., 13., 26. und 27. April ( insg. 21 Stunden)
im Medienraum des Krankenhauses St. Marienwörth

Anmeldung und weitere Informationen direkt bei Frau Antoinette Ender unter der Telefonnummer: (0671) 372-1417 oder per Email an Antoinette.Ender@marienworth.de

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