- „DEM LEBEN FARBE GEBEN“ -
Von Ende August 2016 bis Ende Januar 2017 stellen mehrere Künstlerinnen und Künstler aus Ateliers verschiedener Einrichtungen der Behindertenhilfe in der Ausstellung „Andere Wirklichkeiten“ zum Jubiläumsjahr „100 Jahre Dada“ ihre beeindruckenden Werke im Arp Museum Rolandseck einer breiten Öffentlichkeit vor.
Im Rahmen dieser Ausstellung wurden jetzt vier integrative Kunst-Workshops durchgeführt, die offen waren für Jedermann. Künstlerinnen und Künstler, der an der Ausstellung beteiligten Ateliers, begleiteten und leiteten diese Workshops. Sie selbst erhielten dabei Unterstützung durch die Leitung und die Mitarbeiter des jeweiligen Ateliers.
Der erste Workshop unter dem Thema „DEM LEBEN FRABE GEBEN“ wurde in Kooperation mit der Kreativwerkstatt „Ausdruck“ von Kloster Ebernach durchgeführt. Diese nahm mit insgesamt drei Künstlern an dem Workshop teil: Norbert Strecker, Hubert Lucht und Matthias Landvogt. Alle drei sind auch mit ihren Bildern in der erwähnten Ausstellung vertreten. Begleitet wurden sie von Bahram Najafi und Bruder Ulrich Schmitz, die seit 2016 die Leitung der Kreativwerkstatt wahrnehmen.
Das Interesse an dem ersten Workshop war überraschend groß, sodass das Arp Museum extra Tische im Foyer des Museums hergerichtet hatte. Neben zwei Bewohnern aus dem St. Josefshaus in Hausen, hatten sich auch noch 16 weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den dreistündigen Workshop gemeldet. Es waren Mütter, die ihre Tochter oder Sohn begleiteten oder auch Einzelpersonen, die einfach einmal das kreative und menschliche Miteinander und die Atmosphäre eines solch besonderen Workshops miterleben wollten.
Gemeinsam mit Hubert Lucht begrüßte Bruder Ulrich Schmitz die anwesenden Gäste, bevor er zur ersten Kreativarbeit überleitete. Beeindruckend war, wie konzentriert und doch mit großer Leichtigkeit und Freude die Künstlerinnen und Künstler ans Werk gingen. Sicherlich trug die lichtvolle und ruhige Atmosphäre des Museums mit dazu bei. So entstanden ganz unterschiedliche, persönliche „Spurenbilder“, die auch von anderen Museumsbesuchern mit Aufmerksamkeit betrachtet wurden. Ebenso überraschend waren die Ruhe während der Arbeitszeiten und die Harmonie untereinander.
Kurt Donarski, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Rheinland- Pfalz und Initiator des gemeinsamen Ausstellungsprojektes im Arp Museum, war ebenfalls anwesend und betonte abschließend noch einmal die Bedeutung dieses Projektes und bekräftigte die Absicht eine weitere intensive Zusammenarbeit der beteiligten Ateliers zu realisieren. Für alle Anwesenden, so die Resonanz zum Abschluss des Workshops, war dies eine tolle Erfahrung, denn sie hatten nicht nur Bilder in Händen, sondern auch im Herzen. Das Thema des Workshops hatte Gestalt bekommen nach außen und nach innen.



