Seit 1981 gestalten Menschen mit Behinderungen aus Werkstätten und Einrichtungen in ganz Rheinland-Pfalz jährlich einen besonderen Kalender. Initiator der Aktion ist das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung. Auch in diesem Jahr wurden aus rund 1000 eingereichten Bildern 13 Motive für den Kalender und insgesamt 128 Werke für eine Wanderausstellung ausgewählt. Diese Ausstellung unter dem Kalendermotto „Auf Wiedersehen“ gastiert nun im Krankenhaus St. Marienwörth in der Mühlenstraße 39 in Bad Kreuznach.
Bei der Vernissage zur Eröffnung der Ausstellung konnte Bruder Ulrich Schmitz, Generalsuperior der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, neben Landrat Franz-Josef Diel und Udo Bausch, Beigeordneter der Stadt Bad Kreuznach, auch viele der Künstler begrüßen, die in der Ausstellung mit ihren Werken vertreten sind. Gemeinsam mit Werner Keggenhoff, dem ehemaligen Leiter des Landesamtes, interviewte Bruder Ulrich einige der Malerinnen und Maler, die von der Entstehung ihres jeweiligen Werkes berichteten. Dazu gehört auch Hubert Lucht, ein Bewohner aus Kloster Ebernach in Cochem an der Mosel, das sich ebenfalls in Trägerschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz befindet. Sein Bild heißt „Wiedersehen macht Freude“ und er erzählt dabei zum Beispiel von der Wiedersehensfreude, die er empfindet, wenn er seine Mutter im Altenheim besucht.
„Das hier ist gelebte Inklusion. Durch die Ausstellung haben die Künstler die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum mitzuteilen“, lobte dann auch Landrat Franz-Josef Diel in seinem Grußwort. Udo Bausch lud die Initiatoren ausdrücklich dazu ein, mit der Ausstellung gerne wieder Station in Bad Kreuznach zu machen. Für das Rahmenprogramm sorgte ein Chor mit behinderten Menschen aus Kloster Ebernach unter der Leitung von Sabine Zappe und Bruder Johannes Maria Krüger.
Interessierte sind herzlich eingeladen, sich die Ausstellung im Foyer von St. Marienwörth bis zum 7. Juni 2016 zu den normalen Besuchszeiten anzusehen.



