Ab Sommer dieses Jahres wird das medizinische Behandlungsspektrum auf dem Gelände des Krankenhauses durch den dritten Standort der Strahlentherapie RheinMain erweitert. Die Praxis wird mit einem hochmodernen Linearbeschleuniger ausgestattet sein, welcher es ermöglicht, eine Strahlenbehandlung schonend und präzise durchzuführen.
Am vergangenen Montag wurde das Gerät mit einem Gewicht von 6,3 Tonnen in zerlegtem Zustand in rund 50 Kisten angeliefert. Alleine die Einbringung ins Gebäude und das Anschließen des Linearbeschleunigers nehmen zwei volle Arbeitstage in Anspruch. Bis die gesamte Installation abgeschlossen ist, werden weitere sechs Wochen ins Land ziehen. Das Gerät wird im 60 m² großen Beschleunigerraum 20m² in Anspruch nehmen. Beim Bau des Beschleunigerraumes – dessen Wände bis zu 3,2 Meter dick sind – wurden 290 Kubikmeter Beton verwendet. Gesichert wird dieser Raum durch eine Strahlenschutztür, die ein Gewicht von 29 Tonnen hat.
Dieser Linearbeschleuniger ermöglicht es, punktgenau eine hohe Bestrahlungsdosis im Bereich von Tumoren zu platzieren. Behandelt werden können alle Tumorerkrankungen, die einer Strahlentherapie bedürfen. Das Behandlungsspektrum der zukünftigen Praxis umfasst die Therapie bösartiger Erkrankungen, wie Karzinome oder Metastasen aber auch gutartiger Erkrankungen, wie beispielsweise Arthrosen, Fersensporn oder das Schulter-Arm-Syndrom. Künftig können in der Strahlentherapie RheinMain in Bad Kreuznach 60 Patienten täglich behandelt werden.
„Der Beschleuniger, den wir künftig hier in Bad Kreuznach einsetzen, ist das physikalisch ausgereifteste Modell, das es auf dem Markt gibt“, betont Dr. Gabriele Lochhas von der Strahlentherapie RheinMain. „Neben der konventionellen Bestrahlung bietet er auch eine sogenannte Rotationsbestrahlung, die sich besonders gut auf die Form des Tumors einstellen kann und das umliegende, gesunde Gewebe dadurch schont“, erklärt die Fachärztin für Strahlentherapie.



