Historie des St. Marienwörth

Mit Mut und Nächstenliebe

Am 21. Dezember 1891 bezogen drei Franziskanerbrüder der Gemeinschaft vom Heiligen Kreuz eine kleine Mietwohnung in der Magister-Faust-Gasse 15 (damals Karlstraße 15) in Bad Kreuznach und übernahmen Samariterdienste an den Alten und Kranken der Stadt. Am 18. Juli 1893, ging das Gast- und Badehaus „Kisky´s Wörth“ in den Besitz der Franziskanerbrüder über. Das Krankenhaus St. Marienwörth war gegründet.

1895 wurde ein Kinderheim gebaut. Bereits im Jahr 1905 begannen die Arbeiten für den Neubau des Krankenhauses, die 1906 abgeschlossen wurden, am 31. Januar 1907 fand die Einweihung der Kapelle statt. Im selben Jahr baute man den Dachstuhl aus.

1926 wurde mit dem Bau der Ufermauer begonnen, um den Gebäudekomplex vor dem Hochwasser der Nahe zu schützen.

1937 mussten sich die Brüder der Nationalsozialistischen Diktatur beugen und das Krankenhaus verlassen, das man zu diesem Zeitpunkt zum „Kreiskrankenhaus” ernannte und zum allgemeinen Krankenhaus erweiterte.

Am 30. Juni 1946 übergab der erste kommissarische Landrat nach dem Krieg, Fritz Sieben, das Krankenhaus wieder an die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz.

Den Pflegedienst im Krankenhaus übernahmen ab 1946 die Schwestern der Kongregation der Mägde Mariens von der Unbefleckten Empfängnis.

1966 feierte man das Richtfest des „modernsten Krankenhauses im Land”, dem das alte Krankenhausgebäude weichen musste. Nach vierjähriger Bauzeit wurde das neue Gebäude am 12. Juli 1968 seiner Bestimmung übergeben.

Weihnachten 1971 konnte der erste Gottesdienst in der neuen Kapelle gefeiert werden, das neue Personalwohnheim wurde am 26. Oktober 1972 eingeweiht.

Ein knappes Jahr später, am 19. September 1973, wurde der neue Hubschrauberlandeplatz in Betrieb genommen.

In den Jahren 1995/96 konnte schließlich die neue Eingangshalle eingeweiht werden, die nun mit einem Café und einem neuen Kiosk das Angebot für die Patienten verbesserte.

Am 28. August 1999 konnte das Krankenhaus die neue Intensivstation als eigene Abteilung einweihen, die nun 12 Betten beherbergte.

Im Jahr 1999 wurden die Kreißsäle und die Neugeborenen-Abteilung renoviert.

Im Jahr 2000 wurde die Onkologische Station saniert. Ein besonderes Anliegen des Trägers war es, den an Krebs erkrankten Patienten ein Umfeld zu schaffen, das ihnen einen häuslichen, ja familiären Charakter bietet.

Die Menschen werden immer älter, einem Umstand, dem das Krankenhaus mit der Einweihung des „Haus Elisabeth“ am 27. Juli 2002 Rechnung trug. Betreutes Wohnen für Senioren steht hier im Mittelpunkt.

Um die Behandlung von Krebs-Patienten zu verbessern, schaffte das Krankenhaus am 1. Oktober 2003 einen Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie an. Investitionsvolumen: 1,2 Millionen Euro.

Im Rahmen einer umfassenden Modernisierung des Krankenhauses wurde mit dem ersten Bauabschnitt, dem Neubau der Küche, begonnen.

Die neue Zentralküche wird im Mai 2004 in Betrieb genommen.

Im Juni 2004 beginnt der Bau einer Tagesbetreuung für an Demenz erkrankte Menschen.

Zusage der Landesregierung zur Errichtung einer Akut Psychosomatischen Abteilung und einer Palliativmedizinischen Abteilung im Juli 2004.

Die Tagesbetreuung für an Demenz erkrankte Menschen nimmt im Oktober 2004 im Haus St. Rafael ihre Arbeit auf. 

Die Hauptfachabteilung für Akut-Psychosomatik nimmt im Januar 2005 ihre Arbeit auf.

Innerhalb der Abteilung für Strahlentherapie/Onkologie wird ein palliativmedizinischer Schwerpunkt (sechs Betten) eingerichtet.

Im März 2005 eröffnet das Bruder-Jakobus-Haus eine Wohngruppe für an Demenz erkrankte Menschen.

Im Februar 2006 verleiht die die European Foundation for Quality Management (EFQM) dem Krankenhaus St. Marienwörth das Zertifikat „Committed to Excellence“. Das Zertifikat ist die Anerkennung dafür, dass das Haus ein professionelles und umfassendes Qualitätsmanagement betreibt.

Die Stroke Unit (Schlaganfalleinheit) sichert sei Mai 2006 die schnelle und ortsnahe Versorgung der Betroffenen.

Zum 1. Januar 2007 hat das Krankenhaus St. Marienwörth den Zuschlag einen kooperierenden Standort des Brustzentrums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu bilden.

Seit Januar 2007 treffen sich jede Woche mittwochs Mediziner aller Fachrichtungen in St. Marienwörth im Rahmen eines Tumorboards, um die optimale Behandlungsstrategie für Krebspatienten zu diskutieren. 

Der Onkologische Qualitätszirkel Bad Kreuznach nimmt in den Räumlichkeiten von St. Marienwörth im April 2007 seine Arbeit auf. 

Im Juli 2007 wird das neue Parkhaus auf dem Krankenhausgelände eingeweiht. Gleichzeitig legen die Franziskanerbrüder den Grundstein für den Neubau des Altenheims St. Josef. Damit sind die ersten Schritte auf dem Weg zum „Gesundheitszentrum an der Nahe“ bewältigt.

Im Herbst 2007 beginnen die Arbeiten zur Errichtung des Krankenhaus-Anbaus. Nach dessen Abschluss steht die Sanierung des bestehenden Gebäudes an.

Durch die Initiierung eines Organisations- und Entwicklungsprozesses hat sich das Krankenhaus St. Marienwörth auf den Weg gemacht, zur Etablierung eines regionalen Gesundheitszentrums. 

Im Januar 2008 nimmt die OP-Sprechstunde im Erdgeschoss des Krankenhauses St. Marienwörth den Betrieb auf. Damit wird eine zentrale Anlaufstelle für geplante Operationen eingerichtet, die Entlastung für Patienten und Personal schafft.

Die Sektion Notfallmedizin arbeitet seit Beginn 2008. Notärzte aus der Inneren und aus der Anästhesiologischen Abteilung des St. Marienwörth gewährleisten die notärztliche Versorgung in der Stadt und im Landkreis Bad Kreuznach.

Am 15. Mai 2008 findet die offizielle Gründung des Darmzentrums Nahe statt. Bereits im Juni wird das Zentrum erfolgreich zertifiziert und ist damit eines von nur drei Darmzentren in Rheinland-Pfalz, die diese Anerkennung vorweisen können. Zu den Kooperationspartnern des Darmzentrums Nahe zählen neben dem Krankenhaus St. Marienwörth auch niedergelassene Ärzte und weitere unterstützende Dienste.

Am 5. September 2008 findet die offizielle Einweihung des Hauses St. Josef auf dem Gelände von St. Marienwörth statt. Hier finden sowohl demenzkranke ältere Menschen als auch Senioren mit unterschiedlichem Hilfebedarf ein neues Zuhause. Außerdem bietet das Haus auch Appartements für "Betreutes Wohnen". Das alte Haus St. Josef in der Baumgartenstraße wird geschlossen.

Der Krankenhauserweiterungsbau kann am 9. Oktober 2008 Richtfest feiern. Ministerin Malu Dreyer und weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft können sich vom termingerechten Baufortschritt überzeugen.

Im November 2008 erhält das Krankenhaus St. Marienwörth die Anerkennung als onkologischer Schwerpunkt. Damit ist es zu diesem Zeitpunkt das einzige Haus in Rheinland-Pfalz, das mit dem Darmzentrum Nahe über ein zertifiziertes Darmzentrum verfügt und gleichzeitig onkologischer Schwerpunkt ist.

Am 20. November 2009 findet die offizielle Einweihung des Krankenhauserweiterungsbaus im Beisein von Bischof Dr. Stephan Ackermann, Ministerin Malu Dreyer und weiteren Gästen aus Politik und Gesellschaft statt.

Im September 2010 erhält nach dem Darmzentrum auch das Brustzentrum Nahe das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft.

Im April 2011 zieht die Abteilung für Akutpsychosomatik in komplett umgebaute Räumlichkeiten im 5. OG des Hauses um. 

Im Juni 2011 findet die feierliche Eröffnung des Jubiläumsjahres „150 Jahre Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz“ mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen statt.

Das Pflegeteam der Palliativmedizinischen Abteilung wird im Juli 2011 zu „Deutschlands Onko-Team des Jahres“ gewählt.

Im Mai 2012 werden die modernisierten Räumlichkeiten der Cafeteria eingeweiht.

Am 1. Januar 2013 nimmt das Medizinische Versorgungszentrum Nahe (MVZ Nahe) seinen Betrieb auf.

Der Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe, der die SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung) für die Region übernimmt, wird am 07. Juni 2013 offiziell eröffnet.

Im April 2014 erhält das Krankenhaus St. Marienwörth als eine von fünf Kliniken in Rheinland-Pfalz das Hygiene-Siegel des MRE-Netzwerkes Rhein-Nahe für sein erfolgreiches Hygienemanagement.

Am 1. Juli 2014 eröffnet die "Praxis für Ergotherapie und Logopädie" am Krankenhaus St. Marienwörth.

Im August 2014 wird das Krankenhaus St. Marienwörth als zertifiziertes Diabeteszentrum für Typ 1- und Typ 2-Diabetes von der Deutschen Diabetes Gesellschaft anerkannt.
 

Im Juni 2015 wird St. Marienwörth Akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Der erste Jahrgang an Medizinstudenten beginnt am 16. November 2015 das Praktische Jahr am Krankenhaus St. Marienwörth.

Seit 1. September 2016 bietet St. Marienwörth erstmals den Ausbildungsberuf „Kaufmann/Kauffrau im Gesundheitswesen“ an und ist seitdem fest etabliert.

Am 3. September 2016 feiern die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz nicht nur ihr Jubiläum „125 Jahre in Bad Kreuznach“, sondern auch die Eröffnung der neuen Strahlentherapie RheinMainNahe zwischen Bettenhaus und Kapelle zur Naheseite hin.

Im November 2016 bezog die Diabetesschwerpunktstation ihre neuen Räumlichkeiten im 1. OG. 

Juni 2017: Die Anzahl der Betten auf der Palliativstation erhöht sich auf acht Plätze.

Am 24. Oktober 2017 feiert der Krankenhausbesuchsdienst sein 25-jähriges Bestehen.

Im November 2017 wird erstmals das Gesamtkrankenhaus mit dem Qualitätssiegel proCum Cert ausgezeichnet.

Im August 2018 hat die Deutsche Herniengesellschaft der Chirurgischen Abteilung des Krankenhauses St. Marienwörth das Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ verliehen. 

Ende März 2018 nimmt das KfH-Nierenzentrum im „Br. Antonius Weber Haus“ auf dem Gelände des Gesundheitszentrums Nahe seine Arbeit auf.

Um das Thema Komplementäre Onkologie weiter voranzutreiben, hat sich Anfang 2019 das „Netzwerk Komplementäre Onkologie Rheinhessen-Nahe“ gebildet.

Am 15. Juni 2019 eröffnet die neue Hebammenpraxis am Bourger Platz 8.

Am 1. Januar 2020 erweitert das Medizinische Versorgungszentrum Nahe (MVZ Nahe) sein Angebot durch psychologische Psychotherapie.

Ende 2020 wird eine Dialysestation des KfH im Krankenhaus St. Marienwörth etabliert.


 

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